Pflegegeld, Sachleistungen und zusätzliche Betreuungsleistungen

 

Das Pflegegeld ist eine Leistung der Sozialen Pflegeversicherung, das Pflegebedürftige erhalten, wenn sie ihre

häusliche Pflege – Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung – in geeigneter Weise selbst sicherstellen.

In diesen Fällen zahlt die zuständige Pflegekasse anstatt der Pflegesachleistung einen Geldbetrag aus,

welcher sich in der Höhe nach der Pflegestufe orientiert, in die der Pflegebedürftige eingestuft ist.

Auf das Pflegegeld hat der Pflegebedürftige einen Anspruch, der mit der Geldleistung in die Lage versetzt werden soll,

seine Pflegepersonen finanziell zu honorieren. Als Pflegepersonen kommen beispielsweise Angehörige, ehrenamtliche

Pflegepersonen aber auch erwerbsmäßige Pflegepersonen und vom Pflegebedürftigen selbst beschaffte Personen in Frage.

Bereits mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz, welches im Jahr 2008 verabschiedet worden ist, wurde eine Anhebung der

verschiedenen Leistungsbeträge der sozialen Pflegeversicherung beschlossen. 

 

Übernimmt ein ambulanter Pflegedienst die Hilfeleistungen im Haushalt des Pflegebedürftigen, spricht man von einer

Pflegesachleistung.

Der Pflegedienst rechnet die erbrachten Leistungen bis zum Höchstbetrag entsprechend der Pflegestufen direkt

mit der Pflegekasse ab. Dabei muss es sich jedoch um einen so genannten Vertragspflegedienst handeln,

also einen Pflegedienst mit Versorgungsvertrag.

Die Höhe der Leistungen, bis zu welcher der Pflegedienst mit der Pflegekasse abrechnen kann, richtet sich

nach der Pflegestufe.

 

Die Verhinderungspflege bzw. Ersatzpflege wird für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr geleistet.

Dafür stellen die Pflegekassen ab dem 01.01.2015 einen Betrag von bis zu 1.6012,00 € zur Verfügung.

 

Ein erheblicher allgemeiner Betreuungsbedarf war bis zum 31.12.2014 die Voraussetzung für zusätzliche Betreuungsleistungen

der Pflegekasse.

 

Ab 01.01.2015 haben alle Pflegebedürftigen einen Anspruch auf die zusätzlichen Betreuungsleistungen in Höhe

von 104,00 Euro monatlich.

 

Was sich noch geändert hat und welche Vorteile die Umsetzung des Pflegestärkungsgesetzes für Sie mitbringt, erfahren Sie auf der

Internetseite www.bmg.bund.de unter:

 

Das Erste Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung